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Ein Bürgermeister mit Leib und Seele
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17. April 2016
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Liebevoll hatten die Organisatoren des Empfangs zu Ehren des Bürgermeisterjubiläums von Udo Tesch das
Gemeindezentrum geschmückt und damit zum Ausdruck gebracht, wie beliebt Udo Tesch ist. Viele Heidgrabener
und Weggefährten des seit 50 Jahren ehrenamtlichen Bürgermeisters waren der Einladung gefolgt, um ihm zu
gratulieren. Einige von ihnen hatten aufgrund der Erkrankung des Bürgermeisters längere Zeit keinen Kontakt zu
ihm. Die Begrüßungen auf beiden Seiten waren sehr herzlich und persönlich, so wie auch die späteren Ansprachen
und die Gesangsbeiträge der Heidgrabener Liedertafel und des Klavierspiels von Enkeltochter Antonia Becker.
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Die Sangesfreunde des Bürgermeisters gestalteten mit „Dat du min Leevsten büst“ den Auftakt der Veranstaltung in der Sprache, die auch die
Heimatsprache ihres Bürgermeisters ist. Amtsvorsteher Walter Rißler hielt seine Dankes­ und Glückwunschrede ebenfalls op Platt: „Du hast mir mal
vor vielen Jahren gesagt, in Heidgraben wird Plattdeutsch gesprochen. Und so haben wir es immer gehalten.“ Ernst­Heinrich Jürgensen (SPD),
Zweiter Stellvertretender Bürgermeister, hieß alle Gäste, darunter den Ministerpäsidenten Schleswig­Holsteins Torsten Albig (SPD), herzlich
willkommen. Torsten Albig bezeichnete das 50 Jahre umfassende Wirken des Sozialdemokraten Udo Tesch für die Gemeinde Heidgraben als
„epochale Leistung“. Ernst­Heinrich Jürgensen betonte, dass 50 Jahre Bürgermeister in Heidgraben zu sein, ein Beweis großer Beliebtheit und
Zufriedenheit der Bürger sei. „Die Bürger haben Respekt vor deiner Leistung, deinem Wissen und den vielen Aufgaben, die du erfüllt hast“, so Ernst­
Heinrich Jürgensen.
Jeder der Redner – Ernst­Heinrich Jürgensen, Torsten Albig, Kreispräsident Burkhard E. Tiemann, der Präsident des schleswig­holsteinischen
Gemeindetages Michael Koch, der Vorsteher des Amtes Moorrege Walter Rißler, der SPD­Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Thomas Hölck
und der SPD­Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann – griff einen anderen Aspekt des ehrenamtlichen Wirkens und umfangreichen Wissens
des Verwaltungsmannes Udo Tesch heraus.
Sie alle hoben seine Verlässlichkeit, Entschlossenheit und Streitbarkeit für die Sache, Geduld, Besonnenheit und Hilfsbereitschaft hervor. „Viele
Heidgrabener haben von deinem Rat und deiner Hilfe profitiert. Du hast auf Wunsch auch Ehen geschlossen, manchmal warst du sogar Ehestifter und
ganz besonders lag dir die junge Generation am Herzen“, merkte Ernst­Heinrich Jürgensen an.
Der Präsident des Gemeindetages Michael Koch bezeichnete Udo  Tesch als „Mensch mit Visionen“, wie man sie in der Zukunftsplanung des Landes
brauche und als „Bürgermeister mit Leib und Seele, als Bürgermeister zum Anfassen“. Amtsvorsteher Walter Rißler würdigte die großen Verdienste
Udo Teschs, der von 1986 bis 2008 stellvertretender Amtsvorsteher war, an der Entwicklung des Amtes Moorrege. Als überzeugten Europäer und
Sozialdemokraten mit Gespür für Gerechtigkeit bezeichnete Thomas Hölck seinen Parteifreund und der SPD­Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter
Rossmann sprach von „sozialdemokratischer Weisheit“ und „enormer Lebensleistung“, die Udo Tesch in 50 Jahren als Bürgermeister und
Sozialdemokrat seit 1957 vorweise. Udo Tesch ist Träger des Bundesverdienstkreuzes, der Freiherr vom Stein­Medaille und des Ansgarkreuzes. Nach
ihm ist bereits in Heidgraben eine Straße benannt. „Es war für mich ein Glück und eine Ehre, 50 Jahre Bürgermeister Heidgrabens zu sein“, so Udo
Tesch. Er hat seinen Rücktritt zum 30. April eingereicht. Der bald 83­Jährige dankte seiner  Familie für die große Unterstützung in den 50 Jahren
Bürgermeisterzeit und bat Verantwortungsträger in Politik und Verwaltung, nicht nur auf Kosten und das Geld, sondern stets nach vorne zu schauen.
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